| 1 Oft sieht man durch der Felsen Schluchten Kraxler schwere Säcke wuchten, weshalb man Klett'rer hier im Land, auch schon Wuchter hat genannt. |
2 Sie konnten schon zu alten Zeiten, Staatsgewalt mitnichten leiden, mußten öfters aufbegehren, sich der Willkür zu erwehren. |
| 3 Doch latschten Klett'rer hin und wieder, tatsächlich manche Hänge nieder, gröhlten sich die Stimme heißer, und waren echte Schluchtenscheißer. |
4 Kompromisse mußten her, gefällt uns das auch garnicht sehr. Doch wenn wir weiter klettern wollen, muß man dem Beachtung zollen. |
| 5 Und trotzdem tut es oft uns leid, um jene fast vergessene Zeit, da man nicht alles regeln wollte, und freier durch die Felsen tollte. |
6 Noch heute hört man in Balladen, früh'rer Klett'rer Moritaten, und singt am Feuer abends froh, ein altes Lied . . . und das geht so: |
| 7 Bergsteigeraufstand ist in Rathen, Feriengäste wer'n gebraten, hinter einer alten Bude, wälzt ein Mann sich in seinem Blute. |
8 Auf dem schönen Amselsee, schwimmen Weiber in Gelee, und ein halb verfaultes Ohr, stinkt zum Firmament empor. |
| 9 Auf den Straßen fließt der Eiter, der Verkehr geht nicht mehr weiter. An den Ecken sitzen Knaben, die sich an den Eiter laben. |
10 Und am Mönch in steilen Rissen, hat ein Mann sich eingeschissen, den man kurzerhand kastrierte, weil er Klett'rer denunzierte. |
| 11 Und im Wehlgrund im Gestrüppe, hängen menschliche Gerippe, und ein alter Wuchterhäuptling, knabbert noch an einem Säugling. |
12 Eine Frau sucht ihren Gatten, den sie längst gefressen hatten, und sie findet alte Knochen, die noch ein wenig nach ihm rochen. |
| 13 Und im dunklen Raaber Grund, bellt gar laut des Försters Hund, den das brave Försterlein, brät auf einem heißen Stein. |
14 Die Gewalt, die eskalierte, weil der Forst wohl ausprobierte, ob es denn ganz einfach sei, verbiete man die Kletterei. |
| 15 Und die Moral von der Geschicht':Unsere Felsen schützt man nicht, indem man Menschen, die sie lieben,just ihr Dasein will verbieten. | |
| Refrain nach jeder Strophe der Ballade: Humba, humba hassa, humba hunba hassa, humba hey . . | |
| Text Herkunft unbekannt (hörensagen) eingesandt von Peter Hähnel |
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